Unser Beitrag zum Klimaschutz

Wie klimaneutral ist erlich textil?

Um diese Frage e(h)rlich zu beantworten, müssen wir erst einmal klarstellen, was Klimaneutralität überhaupt bedeutet. Trennt man das Wort, können wir ganz easy sagen, dass es sich um etwas handelt, dass dem Klima neutral gegenübersteht - also keine klima-beeinflussenden Faktoren mit sich bringt.

Einfach gesagt bedeutet Klimaneutralität, dass Produktionsprozesse von Unternehmen keine negativen Umwelteinflüsse nach sich ziehen und den Klimawandel somit nicht weiter beeinflussen. Leider tun jedoch alle menschengemachten Prozesse genau das, wodurch eine emissionsfreie Produktion oder auch ein emissionsfreies alltägliches Leben fast unmöglich ist.

Wann wird ein Unternehmen als ‘klimaneutral’ angesehen? Stichwort Ausgleich! Klimaneutral ist also nicht gleich emissionsfrei. Wie jetzt?!

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein klimaneutrales Unternehmen nicht emissionsfrei ist. Es wird weiterhin Kohlenstoffdioxid, also Co2 produziert - auch wenn es noch andere Treibhausgase gibt, ist Co2 das gängigste Treibhausgas, welches den größten Anteil ausmacht. Diese Co2-Produktion kann aber mit offiziellen Anbieter:innen berechnet sowie mit einem Klimaprojekt ausgeglichen werden und erhält daraufhin das Label ‘klimaneutral’.

Wir wissen natürlich, dass Klimaneutralität und der Co2-Ausgleich ein viel und kontrovers debattiertes Thema ist. Wir sehen dieses Konzept als den Minimalbetrag zum Klimaschutz an, welches man als Unternehmen etablieren sollte. Aber das Hauptanliegen sollte auf lange Sicht die Co2-Reduzierung sein. Das heißt zum Beispiel unsere erlich Produkte immer weiter zu optimieren und eben zu gucken wie wir noch achtsamer mit den Ressourcen unserer Erde umgehen können.

 

Es liegt also an uns als Unternehmen und als Einzelperson bis 2050 das 1,5 Grad-Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen!

Um unsere Co2-Emissionen auszugleichen, wollen wir erst einmal wissen wie hoch unser individueller erlich Co2-Fußabdruck denn eigentlich ist? Um diese Frage zu beantworten, wird der Bürostandort, sowie die Produktion unserer erlich Artikel durchleuchtet, die eingesetzte Energie wie Strom, Wärme, aber auch Kälte werden betrachtet sowie alle indirekten Emissionen, die entlang der Wertschöpfungskette entstehen. Dank der regelmäßigen Berechnung unserer Emissionen haben wir unsere Zahlen immer gut im Blick und können gezielt Co2-reduzierende Maßnahmen etablieren - so haben wir z.B. in unserem Büro in Köln auf Ökostrom gesetzt, allen Mitarbeitenden ein NRW-Jobticket angeboten und mit der Planung eines biodiversen Bürogartens gestartet.

Ihr seht, so eine Co2-Berechnung motiviert uns, stetig besser zu werden und an verschiedensten Alternativen rumzubasteln.

 

Ausgleich der Co2-Emissionen

Unser:e Partner:in ConClimate hat für das Jahr 2020 einen CCF-Wert (Corporate Carbon Footprint) in Höhe von 30,2 t für unseren Bürostandort in Köln berechnet. Im Zuge dessen haben wir uns im gleichen Jahr für die Aufforstung in Guanaré/Uruguay eingesetzt. Dabei ging es um das Erschaffen von Nutzland, welches vielseitig eingesetzt werden kann. Nicht nur mehr Wasser und Nährstoffe können dadurch entstehen, auch die Holzrohstoffe, die durch entstandene Waldgebiete gewonnen wurden, können als Erfolg verbucht werden.

Bei der Berechnung konnten wir außerdem den Co2-Ausstoß unserer erlich Mitarbeiter:innen pro Kopf berechnen. Dieser lag für 2020 bei 1,68 t Co2. Interessant zu wissen: Die/der durchschnittliche Bundesbürger:in verursachte im Jahr 2019 einen Co2-Ausstoß von 7,9 t.

Ein weiterer Wert, den wir hier zu Rate ziehen, um unsere Emissionen zu tracken, ist der PCF (Product Carbon Footprint). Dieser wurde für 2020 ebenfalls von ConClimate produktspezifisch berechnet und lag bei 1020,7 t Co2. Hierbei werden alle indirekten Emissionen einbezogen, die entstehen, bis das Produkt das Lager verlässt. Dazu zählen Faserherkunft, Garnherstellung, Materialherstellung sowie das Färben, Bleichen und Veredeln. Aber auch der Zuschnitt, das Nähen sowie die Lagerung tragen zu der Berechnung dieses Wertes bei.

Beim anschließenden Versand setzen wir auf DHL-Green, welches von sich aus klimaneutral ist. Die Emissionen, die nach Wareneingang bei unseren KundInnen entstehen, können wir leider nicht mehr einsehen. Ab diesem Moment liegt die Klimaverantwortung bei jedem einzelnen von euch - Wie häufig tragt ihr unsere Produkte, wie oft wascht ihr diese, welches Waschmittel verwendet ihr, wie ist der Verbrauch eurer Waschmaschine, landen unsere Produkte anschließend im Trockner etc.

Die aus dem PCF resultierenden Emissionen haben wir in 2020 mit einem Projekt für Solarenergie in Jaloya/Indien ausgeglichen. Dafür werden Solarparks errichtet, durch welche jährlich 349.000 MWh sauberer Strom erzeugt werden kann. Die gewonnene Elektrizität wird in das lokale Netz eingespeist und ersetzt damit die entsprechende Menge an Strom, die andernfalls durch fossile Brennstoffe erzeugt worden wäre. Neben der Energieversorgung trägt das Projekt zudem zur Verbesserung der Infrastruktur sowie zu Entstehung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten bei.

 

ConClimate ist ein Team aus Expert*innen für Klima- und Nachhaltigkeits-Management. Mit ihren Services unterstützen Sie Unternehmen bei der nachhaltigen Transformation. So kann bspw. der Ausbau erneuerbarer Energien, die Aufforstung von Wäldern oder die Bereitstellung von sauberen Öfen und Trinkwasser in Entwicklungsländern vorangetrieben werden. Auf diese Weise können nicht nur Emissionen eingespart und das Klima geschützt, sondern auch wichtige Entwicklungszusammenarbeit geleistet werden.